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Murphys Gesetz

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Murphys Gesetz ist eine bekannte Redewendung, die sagt: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Dieses Gesetz ist kein echtes wissenschaftliches Gesetz, sondern eine Beobachtung aus dem Alltag. Viele Menschen kennen Situationen, in denen genau im falschen Moment etwas nicht funktioniert. Deshalb wirkt Murphys Gesetz für viele sehr realistisch.

Der Ursprung von Murphys Gesetz liegt im 20. Jahrhundert. Es wird oft mit dem Ingenieur Edward A. Murphy verbunden. Er arbeitete an technischen Tests, bei denen viele Fehler auftraten. Aus seiner Frustration entstand die Idee, dass Fehler unvermeidbar sind, wenn es eine Möglichkeit dafür gibt. Seitdem wird Murphys Gesetz in Technik, Arbeit und Alltag verwendet.

Im Alltag gibt es viele einfache Beispiele. Wenn man spät zur Schule kommt, fährt der Bus plötzlich früher ab. Wenn man ein wichtiges Dokument braucht, ist es genau dann nicht auffindbar. Oder wenn man keinen Regenschirm mitnimmt, beginnt es zu regnen. Solche Situationen bleiben im Gedächtnis, während problemlose Abläufe oft vergessen werden. Das verstärkt den Eindruck, dass Murphys Gesetz immer zutrifft.

Psychologisch spielt auch die Wahrnehmung eine große Rolle. Menschen erinnern sich stärker an negative Ereignisse als an neutrale. Wenn etwas gut läuft, wird es als normal angesehen. Wenn etwas schiefgeht, wirkt es außergewöhnlich. Dadurch scheint Murphys Gesetz häufiger bestätigt zu werden, als es objektiv der Fall ist.

Trotzdem hat Murphys Gesetz auch eine praktische Seite. In vielen Bereichen, zum Beispiel in der Technik oder im Projektmanagement, hilft es bei der Planung. Man versucht, mögliche Fehler vorherzusehen und sich darauf vorzubereiten. Sicherheitsmaßnahmen, Kontrollen und Ersatzpläne entstehen oft genau aus dieser Denkweise.

Murphys Gesetz soll also nicht entmutigen, sondern warnen. Es erinnert daran, dass Perfektion unrealistisch ist. Fehler gehören zum Leben dazu. Wer das akzeptiert, reagiert ruhiger und flexibler. Am Ende ist Murphys Gesetz weniger ein Gesetz, sondern eher eine realistische Lebensregel.