Die Aufschieberitis
FEATUREDB1


Die Aufschieberitis, auch Prokrastination genannt, ist ein häufiges Problem im Alltag. Viele Menschen verschieben wichtige Aufgaben, obwohl sie wissen, dass dies negative Folgen haben kann. Besonders Schüler, Studenten und Berufstätige sind davon betroffen. Anstatt eine Aufgabe sofort zu erledigen, beschäftigen sie sich mit unwichtigen Dingen wie dem Handy, Fernsehen oder sozialen Medien.
Ein Grund für die Aufschieberitis ist fehlende Motivation. Wenn eine Aufgabe langweilig, schwierig oder stressig wirkt, vermeidet man sie. Auch Angst vor Fehlern spielt eine große Rolle. Manche Menschen haben Angst zu scheitern und beginnen deshalb gar nicht erst. Perfektionismus kann ebenfalls ein Problem sein. Wer alles perfekt machen will, traut sich oft nicht anzufangen.
Die Folgen der Aufschieberitis sind meist negativ. Aufgaben stapeln sich und der Zeitdruck wird größer. Das führt zu Stress, Schlafproblemen und einem schlechten Gewissen. Viele Menschen fühlen sich danach unzufrieden mit sich selbst. In der Schule oder im Beruf können schlechte Leistungen entstehen, obwohl die Fähigkeiten eigentlich vorhanden sind.
Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Aufschieberitis zu bekämpfen. Eine wichtige Methode ist, große Aufgaben in kleine Schritte zu teilen. Kleine Ziele wirken einfacher und motivierender. Auch feste Zeiten zum Arbeiten helfen, zum Beispiel ein klarer Tagesplan. Ablenkungen wie das Handy sollten während der Arbeit vermieden werden.
Außerdem ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben. Niemand arbeitet immer perfekt oder hochmotiviert. Kleine Pausen und Belohnungen nach erledigten Aufgaben können ebenfalls helfen. Wer lernt, rechtzeitig zu beginnen, fühlt sich entspannter und zufriedener.
Die Aufschieberitis ist keine Krankheit im medizinischen Sinn, sondern ein Verhaltensproblem. Mit Selbstdisziplin, Planung und Geduld kann man lernen, besser damit umzugehen und Aufgaben rechtzeitig zu erledigen.
