Das Leben von Pelé
HÖREN

Edson Arantes do Nascimento, den die Welt heute als Pelé kennt, ist am 23. Oktober 1940 in Três Corações, Brasilien, geboren. Aber er ist in der Stadt Bauru aufgewachsen. Seine Familie ist sehr arm gewesen. Sein Vater, Dondinho, ist auch ein Fußballspieler gewesen, aber er hat nicht viel Geld verdient. Die Familie hat oft kaum genug Geld für Essen gehabt. Aber im Haus von Edson hat es immer eine Sache gegeben: die Liebe zum Fußball.
Als kleiner Junge hat Edson kein Geld für einen echten Fußball gehabt. Aber das hat ihn nicht gestoppt. Er hat alte Socken genommen und sie mit Zeitungen oder Stoff gefüllt. Er hat diese Socken mit einer Schnur zusammengebunden. Das ist sein erster Fußball gewesen! Mit diesem „Sockenball“ hat er barfuß auf den staubigen Straßen von Bauru gespielt. Er hat jeden Tag geübt, von morgens bis abends. Seine Freunde haben ihn damals „Pelé“ genannt. Zuerst hat er diesen Namen nicht gemocht, aber heute kennt jedes Kind auf der Welt diesen Namen.
Pelé hat nicht nur Fußball gespielt, sondern er hat auch als Schuhputzer gearbeitet. Er hat am Bahnhof von Bauru gesessen und die Schuhe von anderen Menschen geputzt, um ein paar Münzen für seine Familie zu verdienen. Trotz der harten Arbeit hat er seinen Traum nie vergessen. Er hat immer gesagt: „Ich möchte ein großer Spieler werden, genau wie mein Vater.“ Sein Vater hat ihm gezeigt, wie man den Ball kontrolliert, auch ohne teure Schuhe.
Mit elf Jahren hat ein berühmter Trainer namens Waldemar de Brito sein Talent gesehen. Er hat sofort verstanden: Dieser Junge ist etwas Besonderes. Er hat Pelé geholfen und ihn trainiert. Waldemar hat zu Pelés Mutter gesagt: „Dieser Junge wird der beste Fußballspieler der Welt sein.“ Mit 15 Jahren ist Pelé dann allein mit dem Zug nach Santos gefahren. Er hat seine Familie verlassen, um bei einem großen Verein zu spielen. Das ist der Anfang von einer unglaublichen Reise gewesen. Pelé hat bewiesen: Man braucht kein Geld und keine teuren Schuhe, um ein König zu sein. Man braucht nur ein Herz und einen Ball aus Socken.
Im Jahr 1956 ist Pelé erst 15 Jahre alt gewesen. Er hat seine kleine Stadt Bauru verlassen und ist an die Küste nach Santos gefahren. Sein Trainer Waldemar de Brito hat ihn zum Verein Santos FC gebracht. Waldemar hat den Direktoren von Santos gesagt: „Dieser Junge wird der beste Fußballspieler der Welt sein.“ Am Anfang haben die anderen Spieler Pelé nur angeschaut und gelacht. Er ist sehr dünn und sehr jung gewesen. Sie haben gedacht: „Was möchte dieser kleine Junge hier?“ Aber als Pelé den Ball am Fuß gehabt hat, hat niemand mehr gelacht.
Pelé hat sehr hart trainiert. Er ist jeden Morgen früh aufgestanden und ist ins Stadion gelaufen. Er hat mit den erwachsenen Männern gespielt, aber er ist schneller und klüger als sie gewesen. Am 7. September 1956 hat er sein erstes Spiel für die Profi-Mannschaft von Santos gemacht. Es ist ein Freundschaftsspiel gegen den Club Corinthians de Santo André gewesen. Pelé ist eingewechselt worden und nach ein paar Minuten hat er sein erstes Tor geschossen! Das ist der Moment gewesen, in dem alles begonnen hat. Die Fans im Stadion haben seinen Namen gerufen.
In seinem ersten Jahr in Santos hat Pelé fast in jedem Spiel ein Tor geschossen. Er hat eine unglaubliche Technik gehabt. Er hat den Ball mit der Brust gestoppt, ihn über die Köpfe der Verteidiger gelupft und dann direkt ins Netz geschossen. Die Zeitungen in Brasilien haben angefangen, über ihn zu schreiben. Sie haben ihn „Gasolina“ oder „Die schwarze Perle“ genannt. Marie Curie hat im Labor gearbeitet, aber Pelé hat auf dem Rasen wie ein Wissenschaftler gearbeitet. Er hat genau gewusst, wo der Ball landen wird.
Aber Pelé ist trotz des Erfolgs ein bescheidener Junge geblieben. Er hat sein Geld an seine Mutter in Bauru geschickt. Er hat in einer kleinen Pension mit anderen jungen Spielern gewohnt. Er hat keine teuren Autos oder Kleidung gewollt. Sein einziger Wunsch ist es gewesen, Fußball zu spielen und Tore zu schießen. Ende 1957 ist er der beste Torschütze in der Liga von São Paulo gewesen. Er hat 36 Tore in einer Saison geschossen! Der Nationaltrainer von Brasilien hat das gesehen und hat verstanden: „Ich brauche diesen Jungen für die Weltmeisterschaft.“ Pelé ist erst 17 Jahre alt gewesen, als er die Einladung für die Nationalmannschaft bekommen hat. Das ist ein Wunder gewesen.
Im Jahr 1958 ist die Weltmeisterschaft in Schweden gewesen. Pelé ist erst 17 Jahre alt gewesen. Er ist der jüngste Spieler im Team von Brasilien gewesen. Am Anfang hat er nicht spielen können, weil er eine Verletzung am Knie gehabt hat. Er hat auf der Bank gesessen und zugeschaut. Aber im dritten Spiel gegen die Sowjetunion hat der Trainer gesagt: „Pelé, du gehst jetzt auf den Platz.“ Das ist sein großes Debüt bei einer Weltmeisterschaft gewesen. Die ganze Welt hat diesen jungen Spieler mit der Nummer 10 zum ersten Mal gesehen.
Pelé ist im Halbfinale gegen Frankreich unglaublich gewesen. Er hat drei Tore in nur zwanzig Minuten geschossen! Ein „Hattrick“ bei einer Weltmeisterschaft mit 17 Jahren – das hat es noch nie gegeben. Die Zuschauer in Schweden sind aufgestanden und haben applaudiert. Sie haben so etwas noch nie gesehen. Pelé ist so schnell und so elegant gewesen. Er hat den Ball wie ein Zauberer kontrolliert. Aber das Beste ist im Finale gegen Schweden gekommen.
Im Finale hat Pelé zwei Tore geschossen. Eines seiner Tore ist eines der schönsten Tore der Fußballgeschichte gewesen. Er hat den Ball mit der Brust angenommen, ihn über einen Verteidiger gelupft und den Ball direkt ins Tor geschossen. Brasilien hat 5:2 gewonnen und ist zum ersten Mal Weltmeister geworden. Nach dem Spiel ist Pelé sehr emotional gewesen. Er ist ein Junge gewesen und er hat auf den Schultern seiner Mitspieler geweint. Er hat an seinen Vater und an seine kleine Stadt Bauru gedacht.
Dieser Moment hat alles verändert. Pelé ist jetzt nicht mehr nur ein Spieler aus Brasilien gewesen. Er ist ein Weltstar geworden. Die Menschen in Europa haben ihn „O Rei“ (Der König) genannt. Nach der Weltmeisterschaft haben viele reiche Vereine aus Italien und Spanien angerufen. Sie haben Pelé viel Geld gegeben, damit er in Europa spielt. Aber die Regierung von Brasilien hat gesagt: „Pelé ist ein nationaler Schatz. Er darf Brasilien nicht verlassen.“ Pelé ist in Santos geblieben und hat weiter für seine Fans in Brasilien Tore geschossen. Der König hat seinen Thron gefunden.
In den 1960er Jahren hat Pelé für Santos FC und für Brasilien hunderte Tore geschossen. Die ganze Welt hat auf einen Moment gewartet: das tausendste Tor. In Brasilien haben die Menschen dieses Ereignis „O Milésimo“ genannt. Überall haben die Journalisten die Tore von Pelé gezählt. Am 19. November 1969 ist es im berühmten Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro endlich so weit gewesen. Santos hat gegen den Verein Vasco da Gama gespielt. Über 65.000 Menschen sind im Stadion gewesen, um Geschichte zu sehen.
In der zweiten Halbzeit hat Pelé einen Elfmeter bekommen. Das ganze Stadion ist plötzlich ganz leise gewesen. Pelé hat später gesagt, dass er sehr nervös gewesen ist. Er hat gezittert, weil der Druck so groß gewesen ist. Er ist angelaufen und hat den Ball flach in die Ecke geschossen. Tor! Das tausendste Tor ist gefallen! In diesem Moment ist etwas Unglaubliches passiert: Das Spiel hat sofort aufgehört. Die Fans sind auf das Spielfeld gelaufen und haben Pelé auf ihren Schultern getragen.
Pelé hat vor Freude geweint. Er hat den Ball genommen und ihn geküsst. Er hat nicht über sich selbst gesprochen, sondern er hat eine wichtige Nachricht für die Welt gehabt. Er hat in die Mikrofone der Journalisten gesagt: „Bitte, denkt an die armen Kinder in Brasilien. Helft den Kindern!“ Das ist typisch für Pelé gewesen. Er hat seinen Erfolg genutzt, um über wichtige Dinge zu sprechen. In ganz Brasilien haben die Glocken der Kirchen geläutet, weil der König sein Ziel erreicht hat.
Man sagt, dass Pelé in seiner ganzen Karriere 1283 Tore geschossen hat. Das ist ein Weltrekord, den fast niemand brechen kann. Aber das tausendste Tor im Maracanã ist das wichtigste Tor in seinem Leben gewesen. Er hat bewiesen, dass er nicht nur ein schneller Spieler ist, sondern eine Maschine für Tore. Nach diesem Tag ist Pelé eine Legende für die Ewigkeit gewesen. Aber sein größter Erfolg als Kapitän ist ein Jahr später gekommen: die Weltmeisterschaft 1970.
Im Jahr 1970 ist die Weltmeisterschaft in Mexiko gewesen. Viele Menschen haben gedacht: „Pelé ist jetzt fast 30 Jahre alt. Er ist zu alt für ein großes Turnier.“ Aber Pelé hat eine Antwort für alle Kritiker gehabt. Er hat so hart trainiert wie nie zuvor. Das brasilianische Team von 1970 ist eine Sammlung von Genies gewesen. Spieler wie Rivellino, Tostão und Jairzinho haben zusammen mit Pelé wie ein Orchester gespielt. Es ist der pure „Joga Bonito“ gewesen – das schöne Spiel.
In jedem Spiel hat Pelé magische Momente gezeigt. In einem Spiel gegen die Tschechoslowakei hat er fast ein Tor von der Mittellinie geschossen. Der Ball ist nur knapp am Tor vorbeigegangen. Gegen England hat er einen Kopfball gemacht, den der Torwart Gordon Banks nur mit einem Wunder gerettet hat. Pelé hat nicht nur Tore geschossen, er hat das ganze Spiel kontrolliert. Er ist der Kopf der Mannschaft gewesen. Die Fans in Mexiko haben Pelé geliebt. Überall haben die Menschen gelbe Trikots getragen.
Das Finale gegen Italien im Aztekenstadion ist ein historischer Tag gewesen. Über 100.000 Menschen sind im Stadion gewesen. Nach 18 Minuten hat Pelé das erste Tor geschossen. Er ist sehr hoch gesprungen und hat den Ball mit dem Kopf ins Netz gedrückt. Nach seinem Tor ist er in die Arme von Jairzinho gesprungen und hat seine Faust in die Luft gestreckt. Dieses Bild ist heute weltberühmt. Brasilien hat das Finale mit 4:1 gewonnen. Pelé hat auch das letzte Tor für Carlos Alberto vorbereitet. Es ist ein perfektes Tor gewesen.
Nach dem Abpfiff sind die Fans auf den Rasen gelaufen. Sie haben Pelé sein Trikot und sogar seine Schuhe ausgezogen, weil sie ein Souvenir von ihm haben wollten. Pelé hat gelacht und ist auf den Schultern der Fans durch das Stadion getragen worden. Er ist der einzige Spieler in der Geschichte gewesen, der drei Weltmeisterschaften gewonnen hat (1958, 1962 und 1970). An diesem Tag in Mexiko ist Pelé unsterblich geworden. Er hat bewiesen, dass Fußball eine Kunst ist. Er ist nicht mehr nur ein Mensch gewesen, er ist ein Mythos geworden.
In den späten 1960er Jahren ist Pelé mit seinem Verein Santos FC um die ganze Welt gereist. Sie haben überall Freundschaftsspiele gemacht, weil jeder den König sehen wollte. Im Jahr 1967 ist die Mannschaft nach Afrika geflogen. Zu dieser Zeit hat es in Nigeria einen schrecklichen Bürgerkrieg gegeben (den Biafra-Krieg). Die Menschen haben gekämpft und es ist sehr gefährlich gewesen. Aber beide Seiten im Krieg haben eine Sache gemeinsam gehabt: Sie haben Pelé geliebt.
Als Pelé in Nigeria angekommen ist, ist etwas Magisches passiert. Die Regierung und die Rebellen haben gesagt: „Wir stoppen den Krieg für zwei Tage. Wir möchten, dass Pelé in Sicherheit spielen kann.“ Sie haben einen Waffenstillstand für 48 Stunden unterschrieben. Soldaten von beiden Seiten sind zusammen zum Stadion gekommen. Sie haben keine Waffen in den Händen gehabt, sondern nur Fahnen. Sie haben nebeneinander gesessen und haben Pelé applaudiert. In diesem Moment hat es keinen Krieg gegeben, sondern nur Fußball.
Pelé hat im Stadion von Lagos gegen die Nationalmannschaft von Nigeria gespielt. Er hat natürlich Tore geschossen und die Menschen sind glücklich gewesen. Er hat den Menschen Hoffnung gegeben. Er hat gezeigt, dass Sport die Menschen zusammenbringen kann, auch wenn sie Feinde sind. Pelé hat später gesagt: „Das ist einer der stolzesten Momente in meinem Leben gewesen. Dass mein Fußball Frieden bringen kann, ist wichtiger als jeder Pokal.“
Aber nach den 48 Stunden ist Pelé wieder abgereist. Das Flugzeug ist gestartet und man sagt, dass die Soldaten danach wieder ihre Waffen genommen haben. Aber für zwei Tage ist Pelé der größte Friedensbotschafter der Welt gewesen. Diese Geschichte zeigt, warum Pelé so wichtig für die Welt ist. Er ist nicht nur ein Athlet gewesen, sondern eine Person, die Grenzen überspringen konnte. In Afrika verehren ihn die Menschen bis heute wie einen Gott, weil er ihnen in einer dunklen Zeit Licht gebracht hat.
Im Jahr 1974 hat Pelé eigentlich seine Karriere bei Santos FC beendet. Er war müde und wollte Zeit mit seiner Familie verbringen. Aber in den USA hatten die Menschen einen Plan. Sie wollten, dass Fußball (dort heißt es „Soccer“) auch in Amerika populär wird. Die Mannschaft New York Cosmos hat Pelé angerufen. Zuerst hat Pelé „Nein“ gesagt. Aber die Amerikaner haben gesagt: „Komm nicht für das Geld, komm für die Mission! Du kannst ein ganzes Land für Fußball begeistern.“
Im Jahr 1975 ist Pelé dann doch nach New York geflogen. Das war eine Weltsensation! Vor Pelé haben nur sehr wenige Menschen in den USA Fußball geschaut. Die Stadien waren fast leer. Aber als Pelé gekommen ist, hat sich alles verändert. Plötzlich wollten alle Stars aus Hollywood den König sehen. Mick Jagger, Elton John und Robert Redford sind zu seinen Spielen gekommen. Pelé war der größte Star in New York, sogar größer als die Spieler von Baseball oder Basketball.
Es hat am Anfang viele Probleme gegeben. Die Fußballplätze in den USA waren oft sehr schlecht. Einmal hat Pelé auf einem Platz gespielt, der grün angemalt war, weil dort kein echtes Gras gewachsen ist! Aber Pelé hat nicht gemeckert. Er hat gelacht und hat seine Tore geschossen. Er hat mit anderen Legenden wie Franz Beckenbauer zusammen gespielt. Die Menschen haben angefangen, Fußball zu lieben, weil Pelé gezeigt hat, wie schön dieser Sport ist.
Pelé hat drei Jahre in New York gespielt. Er hat das Stadion „Giants Stadium“ immer voll gemacht. Wegen Pelé haben Millionen von Kindern in den USA angefangen, Fußball zu spielen. Er hat den Grundstein für den Erfolg von Fußball in Nordamerika gelegt. Im Jahr 1977 hat er sein allerletztes Spiel gemacht: New York Cosmos gegen Santos FC. Er hat eine Halbzeit für New York und eine Halbzeit für Santos gespielt. Es hat geregnet, und ein Journalist hat geschrieben: „Sogar der Himmel hat geweint, weil der König geht.“
Nach seinem letzten Spiel im Jahr 1977 hat Pelé nicht einfach nur Urlaub gemacht. Er hat gewusst: „Die Menschen hören mir zu. Ich muss etwas Gutes tun.“ Er ist ein globaler Botschafter für den Sport und für den Frieden geworden. Die Vereinten Nationen (UN) und die UNESCO haben ihn gefragt: „Pelé, möchtest du uns helfen?“ Er hat sofort „Ja“ gesagt. Er ist um die ganze Welt gereist, um arme Kinder zu besuchen und Schulen zu unterstützen. Er hat immer gesagt, dass Bildung wichtiger ist als Fußball.
In Brasilien ist Pelé eine so große Legende gewesen, dass der Präsident ihn in die Regierung gerufen hat. Im Jahr 1995 ist Pelé der erste schwarze Sportminister in der Geschichte von Brasilien geworden. Das ist eine historische Entscheidung gewesen. Er hat nicht nur im Büro gesessen, sondern er hat hart gearbeitet. Er hat ein neues Gesetz geschrieben, das heute „Pelé-Gesetz“ (Lei Pelé) heißt. Dieses Gesetz hat den Fußballspielern in Brasilien mehr Rechte gegeben. Vor diesem Gesetz sind die Spieler fast wie Eigentum der Vereine gewesen. Pelé hat das geändert und die Sportler freier gemacht.
Pelé ist auch in der Welt der Kunst und der Medien sehr aktiv gewesen. Er hat in Filmen mitgespielt, zum Beispiel in „Flucht oder Sieg“ (Escape to Victory) zusammen mit Sylvester Stallone. Er hat Musik komponiert und sogar gesungen. Überall, wo er hingekommen ist, haben die Menschen gelächelt. Er hat Könige, Königinnen und Präsidenten getroffen. Aber er ist immer derselbe geblieben: freundlich, höflich und bescheiden. Er hat nie vergessen, dass er einmal ein kleiner Junge ohne Schuhe in Bauru gewesen ist.
Obwohl er kein aktiver Spieler mehr gewesen ist, hat er den Fußball immer kritisch beobachtet. Er hat gegen Korruption im Sport gekämpft. Er hat gewollt, dass der Fußball sauber bleibt. Viele Firmen wie Pepsi oder Mastercard haben ihn als Gesicht für ihre Werbung gewollt, weil jeder Pelé vertraut hat. Sein Name ist eine Weltmarke geworden, aber sein Herz ist immer bei den Menschen geblieben. Er hat gezeigt, dass man ein Anführer sein kann, ohne auf dem Platz zu stehen.
Obwohl Pelé nie bei den Olympischen Spielen mitgespielt hat, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Jahr 1999 eine sehr wichtige Entscheidung getroffen. Sie haben Pelé zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt. Das ist eine riesige Ehre gewesen. Warum? Weil Pelé gezeigt hat, dass Sport die ganze Welt verbinden kann. Er ist in dieser Liste vor anderen Legenden wie Muhammad Ali oder Michael Jordan gewesen. Für das Komitee ist Pelé das perfekte Symbol für den Sport gewesen.
Auch die FIFA hat Pelé geehrt. Zusammen mit Diego Maradona hat er den Preis für den „Weltfußballer des Jahrhunderts“ bekommen. Es hat oft Diskussionen gegeben: Wer ist besser, Pelé oder Maradona? Aber Pelé hat drei Weltmeisterschaften gewonnen und über 1000 Tore geschossen. Diese Zahlen sind einfach unschlagbar gewesen. In seiner Karriere hat er fast jede Trophäe gewonnen, die man im Fußball gewinnen kann. Er hat den Weltpokal mit Santos gewonnen und viele Meisterschaften in Brasilien und den USA gefeiert.
Ein besonderer Moment ist im Jahr 2014 gewesen. Pelé hat nie den „Ballon d’Or“ (den Goldenen Ball) gewonnen, als er ein Spieler gewesen ist. Warum? Weil damals nur Spieler aus Europa diesen Preis bekommen haben. Das hat die FIFA später korrigiert. Sie haben Pelé einen speziellen „Ballon d’Or Prix d’Honneur“ gegeben. Pelé hat auf der Bühne geweint, als er den goldenen Ball in seinen Händen gehalten hat. Er hat gesagt: „Jetzt ist meine Sammlung komplett.“
Pelé hat in seinem Leben fast jeden wichtigen Menschen getroffen. Er ist von der Queen in England zum Ritter geschlagen worden (Sir Pelé). Er hat den Friedensnobelpreis-Trägern geholfen und ist ein Held für Millionen von Menschen in Afrika, Asien und Amerika gewesen. Aber trotz all dieser goldenen Pokale und Medaillen ist er immer derselbe geblieben. Er hat gesagt: „Die wichtigste Trophäe ist die Liebe der Menschen.“ Er hat seinen Erfolg genutzt, um eine Legende zu werden, die niemals vergessen wird.
In seinen letzten Jahren ist Pelé sehr ruhig gewesen. Er hat in seinem Haus in Brasilien gelebt und viel Zeit mit seiner großen Familie verbracht. Er hat oft Probleme mit seiner Gesundheit gehabt. Er hat Schmerzen in der Hüfte gehabt und hat später gegen den Krebs gekämpft. Aber auch im Krankenhaus hat er nie sein Lächeln verloren. Er hat Nachrichten an seine Fans geschickt und hat gesagt: „Seid glücklich, ich bin ein Kämpfer.“ Die ganze Welt hat für den König gebetet.
Am 29. Dezember 2022 ist Pelé im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Nachricht ist wie eine Schockwelle um die ganze Welt gegangen. Brasilien hat drei Tage Staatstrauer gehabt. Das Stadion von Santos, die Vila Belmiro, ist der Ort für seinen Abschied gewesen. Über 230.000 Menschen sind gekommen, um „Adeus“ (Auf Wiedersehen) zu sagen. Sie haben stundenlang in der Sonne gewartet, nur um einmal seinen Sarg zu sehen. Die Menschen haben geweint, aber sie haben auch gesungen, weil sie stolz auf ihren König gewesen sind.
Pelés Erbe ist heute überall. Wenn ein Kind in Afrika, Europa oder Asien ein Tor schießt und mit der Faust in die Luft springt, dann ist Pelé da. Er hat die Nummer 10 zur wichtigsten Nummer im Sport gemacht. Er hat bewiesen, dass Fußball eine Sprache ist, die alle Menschen verstehen. Er hat gezeigt, dass ein kleiner Junge aus armen Verhältnissen die Welt regieren kann, wenn er hart arbeitet und ein gutes Herz hat. Man sagt: „Vor Pelé war Fußball nur ein Sport. Nach Pelé ist Fußball eine Kunst geworden.“
Heute ruht Pelé in einem speziellen Mausoleum in Santos, aber sein Geist ist in jedem Stadion der Welt. Er ist nicht mehr nur ein Mensch, er ist ein Symbol für Perfektion und Freude. Seine Rekorde sind in den Geschichtsbüchern, aber seine Liebe zum Spiel ist in den Herzen der Menschen. Pelé hat einmal gesagt: „Ich bin als Edson geboren, aber Pelé wird niemals sterben.“ Und er hat recht gehabt. Der König ist tot, aber seine Legende lebt ewig.
